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Wenn Schule auf den Geist geht

 

Was ist aus dem 3D-Land geworden? Deutschland, das Land der Dichter und Denker! Gibt es 3D wirklich nur noch als Illusionsverstärker im Kino?

Die Pisa-Studie hat es uns deutlich vor Augen geführt: Schul-Bildung ist keinen Pfifferling mehr
wert und die Politiker handeln eindeutig: Geld-
ressourcen werden eher für Not leidende Banken ausgegeben als für Not leidende Kinder.

Wenn Zahlen sprechen könnten, würden sie uns zurufen: „Macht doch endlich etwas, sonst ist es um uns geschehen und wir haben keine Zukunft mehr! Denn die Menschen (unsere Kinder) können nichts mehr mit uns anfangen!“ Im Fach-Jargon nennt man sie die




Dyskalkulie-, Legasthenie-, LRS-, und ADHS-Kinder
Ritalin-Kinder


In Wahrheit aber handelt es sich um unsere Kinder – die Kinder unserer, unser aller Zukunft. Lange schon ist der Zeitpunkt verpasst um zu fragen „Was ist geschehen, wie konnte es dazu kommen?“ Jetzt geht es darum zu fragen: „Was können und was müssen wir tun?“

Die Kinder unserer neuen Zeit sind sicherlich nicht dümmer als unsere Väter und Mütter, vielleicht sind sie ja sogar intelligenter? Vielleicht haben sie Antworten für das Leben, welche wir uns als Elterngeneration gar nicht vorstellen können? Vielleicht ist die Pisa-Studie in ihren Ausmaßen ja eine Botschaft an uns Erwachsene, damit wir etwas begreifen sollen?

Kann es sein, dass nicht die Kinder en gros unfähig sind, zum Schulpsychologen müssen, Förderunterricht brauchen und Ritalin nehmen müssen sondern wir so genannten ‚Erwachsenen’ etwas verstehen und einsehen müssen?


Schauen wir uns einmal die Lernsituation einer möglichen Grundschulklasse in einer mittleren Großstadt an, wie sie an einem Montagmorgen ablaufen könnte:

Die Lehrerin (41 Jahre alt, geschieden, allein erziehende Mutter von 2 Kindern im Alter von 9 und 14 J. und auf die Stelle angewiesen, weil der Vater der Kinder durch Krankheit Hartz-IV Empfänger geworden ist) ist eigentlich schon mit ihrer eigenen Lebenssituation stark genug gefordert.

Wenn um 7.50 Uhr die Kinder der Klasse 1d in die Schule stürmen, hat ihre Lehrerin schon die eigene 9-jährige zur Schule gebracht (im Nachbarort, denn dort war sie vor der Scheidung und dem notwendigen Umzug eingeschult) und hat der 14jährigen noch die unter großen Diskussionen geforderten 20€ überreicht, damit endlich wieder ‚Frieden’ ist. Ein USB-Stick soll davon gekauft werden und einen ‚Lippenstift’ will das Mädchen ja schließlich auch einmal ausprobieren.

Also hat der Morgen der Lehrerin schon mit einem großen Päckchen Aufgaben begonnen. Aufstehen um 5.30 Uhr ist da die Regel.

Aber dann geht es erst richtig los: Jetzt stürmt eine frische Horde von 29 aufgewühlten, ruhe- und rastlosen Kindern in den ‚Unterrichtsraum’. Die meisten Kinder, die morgens schon 1 bis 2 Stunden vor ihrer Lieblings-Kika-Sendung verbracht haben, werden von ihren Müttern gebracht, da die Schultasche mit einem Durchmesser der das Rückgrat des Kindes um mehrere Zentimeter übersteigt, viel zu schwer wäre, um zur Schule getragen zu werden. Leider geht dem Kind so der Schulweg verloren, den es mit gleichaltrigen Kindern gut hätte gehen können, damit Bewegungsdrang und Adrenalin vom Frühstück schon mal körperlich abgebaut wären.

Zurück in die Klasse:
Hier strahlen große Buchstaben:



Herzlich Willkommen




auf einer Wäscheleine gespannt über allen Köpfen der Kinder, die sich nun unter viel Getöse und Geschrei den Weg zu ihrem Sitzplatz erarbeiten.

Die Sitzplätze sind in Schachtelform angeordnet, große Schultaschen an allen Ecken versperren die Wege. Die Kinder sitzen um Tischblöcke herum, zu viert oder zu sechst zusammen.

Wohin auch immer der Blick geht – es gibt viel zu sehen und Ablenkung ist gewährleistet! Dadurch ist auch der Blick auf die Tafel nicht jedem Kind gleich leicht gemacht, manche müssen eine 180 Grad Wende vollbringen, um hier etwas sehen zu können.

Ist das Sehen und Fokussieren auf ein Detail schon massiv erschwert, spottet es jeder Beschreibung, welchen Geräuschpegel Kind und Lehrerin zu ertragen haben. Dies in db (Lärmgrenzwerte) zu messen wäre reine Zeitverschwendung.

Nun ist es aber Aufgabe der Lehrerin eine „Ruhe“ herzustellen, die Lernen ermöglicht. Dazu wurden Zeichen eintrainiert: Eine Hand geht auf den Mund, die andere Hand zeigt in die Luft! So sind die Hände schon mal ‚versorgt’.

Bis dieses gemeinsame Zeichen von allen bewältigt wird, dauert es etwa 4 Minuten, denn Finn hat gerade seinen Kakao umgestoßen und alle lachen. Marie hat angefangen zu weinen, denn sie hat ihr Butterbrotkästchen verloren. Philipp haut seinen Sitz-Nachbarn Jan, der ihm vorher den Bleistift geklaut hat. Marvin schaut fasziniert auf Jannis, der auf dem Stuhl tanzt und die Nerven der Lehrerin erprobt.

Jetzt ist ‚fast’ Ruhe eingekehrt. Mit lauter Stimme (denn der Vierer-Block am Fenster hat angefangen zu lachen) erklärt die Lehrerin nun: „Holt eure Hefte mit den Schwungübungen heraus.“ Wie auf Kommando steigt der Lärmpegel wieder ins Unermessliche, denn nun kann ja auch wieder jeder nach Herzenslust quatschen.

Tim hat Katharina auf ihr Heft gespuckt, und  Katharina versucht verzweifelt die Lehrerin darauf aufmerksam zu machen. Diese ist aber im Augenblick ausschließlich mit Paula beschäftigt, die sich beim Griff in die Schultasche am Reiß-verschluss verletzt hat und an der Hand blutet.

Während die Lehrerin die Pflaster hastig aus ihrem Schreibtisch holt, haben 2 Kinder ihr Schwungheft schon wieder ‚in Urlaub geschickt’, weil sie meinen das Pausenzeichen gehört zu haben. Das wäre sicherlich in diesem Tumult nicht zu hören gewesen; abgesehen davon sind es noch 14 Minuten bis zur nächsten Pause.

Nun entschließt sich die Lehrerin erst einmal einen Sitzkreis zu machen, damit wieder Ruhe einkehren kann. Tom, Moritz und Simon bewerfen sich mit Radiergummis und der schüchterne Johann schaut bewundernd zu ihnen herüber. Ja, Freunde müsste man haben!
 


Der Sitzkreis bringt etwas Ruhe
 

Obwohl für einige Minuten die Kinder damit beschäftigt sind, ihren Platz im Kreis einzunehmen, bringt dies etwas mehr Ruhe, denn die Kinder haben nun ‚Bodenkontakt’. Alle machen das Zeichen: eine Hand auf den Mund, eine Hand in die Luft. Die Lehrerin ist sichtlich erschöpft, sie hat schon zweimal gedroht: „Wenn ihr jetzt nicht ruhig seid, machen wir gleich nicht das Bingo-Spiel.“ Da legt der kleine Johann sich auf den Rücken und erntet eine kurze Ansprache: „Johann, setz Dich jetzt hin wie all die anderen Kinder auch, sonst kriegst Du wieder nichts mit und Deine Mutter schimpft, weil Du die Hausaufgaben nicht gemacht hast!“

Endlich. Der Sitzkreis ‚steht’. Jetzt schnell eine kurze Geschichte hineingepfeffert, die Zeit drängt. Zum Schluss wird abgestimmt: „Wer möchte jetzt noch 2 Minuten in seinem Schwungheft arbeiten?“ 8 Kinder zeigen zaghaft auf.

Alternativ: „Wer möchte vorzeitig und GANZ, GANZ LEISE schon vorab in die große Pause gehen?“ (Die Kinder der anderen Klassen arbeiten angeblich noch, und die darf man nicht stören!) Hier zeigen hastig und wild alle Kinder auf, auch die, die vorher noch gerne etwas gearbeitet hätten.

Na ja, nach der großen Pause können wir ja dann wieder anfangen zu lernen. Die Hausaufgaben stehen eh schon auf einer Kopie auf Umweltpapier, dafür hat jedes Kind seinen blauen Schnellhefter.

Und wenn die Celine wieder nicht kapiert hat, welche Aufgaben sie zu machen hat, kann ihre Mutter ja die Mutter von Kerstin anrufen. Die weiß immer was sie aufhaben. Sie zupft die Lehrerin so lange am Arm, bis sie es richtig verstanden hat. Gut für Kerstin.

Schlecht für Tim. Der sitzt ganz hinten und bisher hat noch niemand gemerkt, dass er den Stift gar nicht richtig in der Hand halten kann. Auch Judith kann sich so durchmogeln, denn die Lehrerin hat noch nicht gemerkt, dass sie
 


(Buchstaben immer andersherum schreibt)



Auf dem Zeugnis wird sich das wohl zeigen. Unter der Überschrift ‚Konzentrationsschwierigkeiten’ wird dann dies alles zusammengefasst – das Kind hat den schwarze Peter zugeschoben bekommen.“


Wenn Sie beim Lesen dieses Artikels wenigstens zweimal gelacht haben und der Auffassung sind, diese Geschichte sei frei erfunden, dann besuchen Sie doch einfach einmal eine Grundschulklasse an einem Montagmorgen. Vielleicht vergeht Ihnen dann das Lachen.

Wie oft müssen heute die Eltern die Aufgabe der Schule übernehmen und zusehen, dass die Kinder Förderunterricht bekommen (bei der gleichen

Lehrerin womöglich!) oder vielleicht Ergotherapie auf Rezept? Oder sollten sie vielleicht gar den 7-Jährigen mal zum schulpsychologischen Dienst überweisen? Auf jeden Fall kann man sich irgendwann einmal des Gutachtens bedienen: LRS/ADS – dann werden die Leistungen nicht mehr benotet.
 


ABER – wie geht es denn dem Kind?

Geht es gern zur Schule? Hat es Freude am Neuen, konnte es sich seine Neugierde bewahren? Oder ist es eines von jenen traurigen Kindern, welches schon morgens lieber zur Oma gehen würde, als in die Schule? Wenn Sie solche Anzeichen bei ihrem Kind entdecken – vergessen Sie nie, es zu verteidigen! Denn in der Evolutionspädagogik verwenden wir die Grundregel:

Wenn ein Kind Schwierigkeiten macht, hat es welche!

Und das Kind ist nicht schuldig – es zeigt uns mit seinen Lern- und Verhaltensschwierigkeiten lediglich, wo wir Erwachsenen Defizite haben - und beheben müssen. Kinder sind auch nicht faul – beobachten sie einfach mal Kinder, wie natürlich fleißig sie Laufen, Sprechen und Spielen üben. Da liegt es doch wohl eher an uns, diese natürliche Neugierde und den Lernwillen auf Lesen, Schrei-ben, Rechnen zu legen, anstatt ärztliche Gutachten einzuholen, wie verkorkst ein Kind anscheinend ist.

Wenn Sie ein Kind mit ‚Lern-Defiziten’ haben –
bitte beobachten Sie es doch einmal genau (wie es am Tisch sitzt, den Stift hält, den Kopf zum Heft hält, ob es eine liegende Acht malen kann) und hören Sie ihm zu – die Antworten für die Ursachen sind darin zu finden!

Für erläuternde Hinweise können Sie mich gerne telefonisch oder schriftlich kontaktieren.



Birgit Hamisch
Lernberaterin mit Diplom, IPP
02507-57 24 89 und 0151 22 89 2 648
Lernberatung2010@email.de
Region Aachen: Roetgen/Rott

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