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SHAMANA

Innere Reinigung im Ayurveda


Im Ayurveda, dem altindischen, vedischem „Wissen vom Leben“, spielt die innere Reinigung eine zentrale Rolle. Der Körper wird als Fahrzeug für Geist und Seele betrachtet und entsprechend gepflegt. Ein sattvisher (reiner) Körper wird als gute Voraussetzung für geistige und seelische Entwicklung gesehen.

In den Körpersystemen zirkulierende Giftstoffe beeinflussen nicht nur ihre Funktionen, sondern auch die Sinne und damit Wahrnehmung und Bewusstsein. Aus diesem Verständnis heraus wurden in tausenden von Jahren unterschiedlichste Methoden entwickelt, um Körper und Sinne, Seele und Geist zu reinigen und ins Gleichgewicht zu bringen.

Die Voraussetzung für Gesundheit aus ayurvedischer Sicht ist:

1. Harmonisches miteinander Wirken der „Tri Doshas“. Die unterschiedlichen Stärken und Schwächen dieser drei vitalen Kräfte bestimmen
die Konstitution eines Individuums:

    KAPHA = „Formation“ mit den Eigenschaften der Elemente Erde und Wasser
    PITTA = „Transformation“ mit den Eigenschaften des Elementes Feuer
    VATA = „Re/Deformation“ mit den Eigenschaften der Elemente Luft und Äther
 
2. Ein guter Zustand der sieben Körpergewebe „Sapta Dhatu“ und der Ausscheidungen „Malas“.
3. Ein guter Zustand der dreizehn Verdauungsfeuer „Agni“ (Verdauung und Stoffwechsel).

 
Erste Störungen entstehen, wenn die Doshas aus ihrem natürlichen Gleichgewicht geraten. Dauert dieser Zustand an, z.B. durch Dauerstress, falsche Ess- oder Schlafgewohnheiten, wird Agni gestört. Es entsteht „Ama“ (Gifte und Stoffwechselschlacken), das sich an Schwachstellen des Körpers sammelt. Die meisten Gesundheits-probleme, einschließlich chronischer Krankheiten wie z.B. Allergien, Arthritis oder Krebs werden durch Ama verursacht oder haben damit zu tun.

Anzeichen für Ansammlungen von Ama äußern sich je nach Konstitution:

KAPHA: Magenverstimmung, Verstopfung, dicker Schleim, der schwer abzuhusten ist, Lethargie bis hin zu Depressionen

PITTA: Magenverstimmung, Übersäuerung, Durchfälle, Fieber, extremer Körpergeruch, Beschwerden durch Gifte im Blut wie z.B. Hautausschläge, Gereiztheit, Agressionen

VATA: Magenverstimmung mit Bauchkrämpfen, Blähungen und Verstopfung, Ruhelosigkeit, Ängste

Allgemeine erste Ama-Symptome zeigen sich in Form von Zungenbelägen, Mundgeruch und unangenehmem Körpergeruch, verbunden mit Gefühlen der Schwere und Dumpfheit.

Um diesen unerfreulichen Zuständen zuvor zu kommen bzw. zu begegnen, entstanden in Indien sehr hoch entwickelte Praktiken zur Ausleitung krankmachender Gifte. Ziel dieser Maßnahmen ist, Ama aus den Dhatus (Körpergeweben) zu lösen, auszuscheiden und die Tri Doshas in Ihr individuelles Gleichgewicht zu führen.

Man unterscheidet im Ayurveda zwei Ebenen der Entgiftung :

SHODANA: bezeichnet die fünf Hauptreinigungs- und Ausscheidungsverfahren, auch als „Pancha Karma“ bekannt. Diese Therapien sind nur von erfahrenen, qualifizierten, ayurvedischen Ärzten durchzuführen.

SHAMANA: ist eher eine unterstützende Therapie und wesentlich sanfter. Sie wird als Vorbereitung für Pancha Karma angewandt, aber auch für sich, als milde Entgiftungs-und Wiederherstellungsbehandlung.

Fast jeder leidet mehr oder weniger unter Stoffwechselschlacken, die nicht nur Krankheiten verursachen, sondern auch die Aufnahme von Nahrung und selbst von Kräutern und anderen Heildrogen blockieren. Ama muss zuerst ausgeleitet werden, bevor der Körper wieder gestärkt und aufgebaut werden kann (man muss auch zuerst ausatmen, bevor man wieder einatmen kann). Die Reinigungen richten sich nach dem Zustand und der Konstitution des Patienten. Sie bestehen aus Diäten, leichtem Fasten, Einnahme arzneilicher Kräuter und Substanzen, Ölbehandlungen wie Massagen und Güssen, Schwitzanwendungen wie Dampfbädern und Packungen und gesunden Aktivitäten wie Yoga, Meditation, Atemübungen oder auch einfach regelmäßigen Spaziergängen.

Die nachfolgenden aufbauenden Behandlungen bestehen aus nährenden und stärkenden Lebensmitteln, die auf die jeweilige Konstitution abgestimmt sind. Rasayanas (Verjüngungsmittel), ayurvedischen Massagen mit aromatischen und arzneilichen Ölen oder auch Schlaftherapie.

Die beste Zeit für Reinigungen sind die Jahreszeiten-Wechsel. In diesen Übergangszeiten sind Körper und Seele am anfälligsten. Die Abwehrkräfte nehmen ab und Infektionen oder andere Beschwerden wie Gelenkschmerzen und Verdauungsstörungen nehmen zu. Frühjahrs-Diäten und Fasten-Kuren sind auch in unserer westlichen Kultur bekannt. Aber auch der Herbst ist sehr geeignet für eine Entschlackung, um sich auf die kalte Jahreszeit einzustellen.

Ayurvedische Reinigungen werden auf die jeweilige Konstitution ausgerichtet, aber auch der körperliche und geistige Zustand sind entscheidend für die Auswahl der Kur-Anwendungen. Menschen mit Vata-Konstitution sollen z.B. nicht fasten, sondern sanfter reinigen mit leicht verdaulicher Nahrung wie Gemüse-Reis-Gerichten und wärmenden Suppen.

Natürlich sind zeitaufwendige Reinigungen nicht in jeden Alltag zu integrieren, aber manchmal können auch ganz unscheinbare Maßnahmen eine erstaunliche Wirkung erzielen, z.B.: 


„Heiß-Wasser-Trinkkur“

Man trinkt über den ganzen Tag verteilt ungefähr ½ stündlich 2-3 Schluck heißes Wasser zusätzlich zur normalen, gesunden Ernährung. Es empfliehlt sich, diese Trinkkur über mindestens 3-4 Wochen durchzuführen!

Das Wasser 10 Minuten köcheln lassen und in Thermosflaschen füllen. Durch den Kochvorgang wird das Wasser süßer, stärkt das Verdauungsfeuer und verbindet sich besser mit den Stoffwechselschlacken und Ablagerungen, die so ausgeschieden werden können. Das hilft, die Lust auf überflüssige Zwischenmahlzeiten zu bremsen. Man fühlt sich klarer, der Geschmacksinn verfeinert sich und selbst Beschwerden wie Rücken- und Gelenkschmerzen oder Verdauungsprobleme wie Blähungen und Verstopfung können deutlich gelindert werden oder verschwinden.


„Drei Tage Reisschleimfasten“

Man nimmt drei Tage lang 3x tgl. nichts anderes zu sich als Reissuppe. Dazu trinkt man das oben erwähnte heiße Wasser und andere Kräuter- und Gewürz-Tees, wie Ingwer- oder Yogi-Tee.

Rezept für die Suppe:
Weißen Basmati-Reis in leicht gesalzenem Wasser zu breiiger Suppe kochen. Je angeschlagener das Verdauungssystem ist, um so dünner sollte die Suppe sein. Diese kann man auch zu gleichen Anteilen mit Mungobohnen und Reis kochen. Es wird mild gewürzt mit frischen Kräutern, gemahlenem Kreuzkümmel, frischem Ingwer, Gelbwurzpulver, wenig Salz.

Am vierten Tag nimmt man morgens Rhizinus-Öl zum Abführen: 1 Esslöffel Rhizinus-Öl in ½ Tasse Wasser mit dem Saft ½ Zitrone, 1 Prise Salz, ¼ Teelöffel Ingwerpulver; alles verrühren und trinken. Die erste Mahlzeit danach sollte wieder eine leichte Suppe (z.B. eine Gemüsesuppe) sein.

Es gibt natürlich auch weniger asketische Diäten, die sogar dazu inspirieren, ganz neue Koch- und Geschmackserfahrungen zu erleben. Die Erläuterung aufwendigerer Reingungskuren würde aber den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Jami Friedhelm Laurs
Heilpraktiker – Ayurveda-Therapeut, Aachen
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