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Plädoyer für die Menschheit

von Tina Peel, Philosophische Astrologie und Lebensberatung, Bern

Es ist unfair, „die Menschheit“ vor Gericht zu stellen und zu verurteilen, und keiner übernimmt ihre Verteidigung. Es geht mir dabei nicht darum, Tatsachen schön zu reden oder unter den Teppich zu kehren, sondern vielmehr darum, Zusammenhänge und Hintergründe aufzudecken, zum Nachdenken anzuregen, und zu einer umfassenderen Sichtweise zu inspirieren. Betrachten wir das Leben in einem grösseren Rahmen, sehen wir nämlich mehr. Die Welt hört auf, ein feindlicher Ort zu sein und Mitmenschen Feinde. Das latente Gefühl der Bedrohung verschwindet, denn der Blick ist nicht länger getrübt von der Angst, dass andere unsere persönliche Welt aus Profitgier und grenzenlosem Machthunger zerstören könnten und wir ihren Machenschaften hilflos ausgeliefert sind. Da macht auf einmal Sinn, was geschieht.


Den richtigen Umgang mit dem Leben erlernen

Vor Gericht steht die Menschheit ständig. Von allen Seiten hagelt es Vorwürfe, lesen und hören wir, was sie alles verbrochen hat. Das verunsichert zutiefst, wir sind schliesslich alle ein Teil davon. Wer die Menschheit verurteilt, verurteilt gleichzeitig sich selbst. Ausserdem schürt es das Misstrauen gegen andere enorm. Dabei, bei genauer Betrachtung gibt es keine pauschale Menschheit. Was wir als solche bezeichnen, besteht aus unzähligen Individuen, die zwar alle die gleiche Entwicklung durchmachen, jedoch jeder auf seine persönliche Weise, in seinem eigenen Tempo. Jeder steht irgendwo in seiner Entwicklung und macht seine Erfahrungen, und zwar genau die, die er braucht, um bewusster zu werden. Die Entwicklung, die wir alle ausnahmslos in unserem Leben durchlaufen, ist ja nichts anderes als eine Bewusstseinsentwicklung.

Aber, was muss eigentlich bewusst werden? Dass ein Zusammenhang besteht zwischen einer Wirkung - unsere persönlichen Lebensumstände - und ihrer Ursache, unsere Entscheidungen und Handlungen, also unserem Verhalten. Alles, was wir tun und unterlassen, jede Bewegung, die wir machen, jede Wahl, die wir treffen, jeder Widerstand, den wir hegen, wirkt sich unmittelbar aufs Leben aus. Alles manifestiert sich, im Guten wie im Schlechten. 

Zunächst einmal sind wir wie Kinder, im Zustand der Unbewusstheit, leben und handeln wie im Schlaf. Wir haben einen Körper erhalten und ein Leben, der richtige Umgang damit muss aber ebenso erlernt werden wie beispielsweise Mathematik, Französisch, Geografie. Den lehrt uns das Leben selbst. Es präsentiert uns jeweils völlig unbestechlich die Rechnung für alles, was wir tun und lassen, es hat Konsequenzen. Im Grunde also nicht wissend, was wir tun, machen wir zwar vieles unbewusst richtig, aber logischerweise auch vieles falsch. Vieles wissen wir theoretisch, können jedoch nur wirklich begreifen, was es heisst, wenn wir es am eigenen Leib erfahren. Unangenehme Konsequenzen haben dabei den grössten Lerneffekt. Was wir automatisch richtig machen, bleibt ziemlich sicher unbewusst. Wenn etwas nicht funktioniert, erzieht es uns zu „besseren“, sprich bewussteren Menschen. Der Prozess des Erwachsen-, sprich Bewusstwerdens läuft ständig.

Eines Tages wird jeder „erwachsen“, vollkommen bewusst, nur eben nicht alle gleichzeitig. Oder zumindest bewusst genug, um die volle Verantwortung für seine Handlungen und die Konsequenzen daraus zu übernehmen. Er geht von nun an mit seinem und allem Leben verantwortungs- und pflichtbewusst um. Wer das Leben durchschaut, kann nicht anders als es achten, hegen und pflegen. Für den ist alles Leben heilig.

Es ist nicht wichtig, beim vollkommen erwachten Bewusstsein bereits angekommen zu sein. Genau so wenig wie alles schon zu wissen und zu können. Viel wichtiger ist es, zu lernen und sich anzustrengen, aufmerksam zu sein. Wer Fehlverhalten vermeiden will, hört auf, am Leben teilzunehmen. Wollen wir lernen, das jeweils Richtige zu tun, müssen wir uns trauen, unter Umständen Fehler zu machen, dazu zu stehen und daraus zu lernen und zu korrigieren, was wir falsch gemacht haben. Dann geben wir unser Bestes.
 

Das Wesen der Natur 

Die Erde ist ein Ort der Verwandlung und Entwicklung. Alles in der Natur verwandelt und erneuert sich und wächst Richtung Licht - und Licht bedeutet Bewusstsein. Das ist das Gesetz der Natur, dem alles Leben untersteht. Das bringt uns zur philosophischen Frage: „Warum sind wir hier, warum werden wir geboren?“. Sehr vereinfacht gesagt, um ebenfalls aus der Dunkelheit (Unbewusstheit) Richtung Licht zu wachsen. Selbsterkenntnis ist das Ziel. Bildhaft gesprochen sind wir zuerst im Paradies, aber wir wissen es nicht. Das Paradies ist der Zustand des Einsseins. Dann fallen wir aus der Einheit heraus, werden in die Polarität hineingeboren und erhalten dadurch die Möglichkeit, Bewusstsein zu entwickeln, bis wir als Wissende, Bewusste, zurückkehren ins Paradies, in den Zustand der Einheit.

Zum Schutze des Körpers haben wir Instinkte, die ihn um jeden Preis am Leben erhalten wollen. Dieses „Tier“ in uns hält mit Krallen und Zähnen am Leben fest. Genau dort liegt das Problem, denn die Überlebensinstinkte beeinflussen unbewusst unser Verhalten, unsere Entscheidungen und Handlungen. Wo Ausbeutung, Korruption, Krieg, Unterdrückung, Gier, Fremdenhass, Machtgelüste usw. sind, stecken unbewusste, zum Teil grosse Ängste dahinter, die mit diesem Teil verbunden sind. Aus einem Gefühl der Bedrohung heraus, tut „es“ uns, statt dass wir tun, da reagieren wir automatisch und instinktiv, oft entgegen aller Vernunft. Das macht es so schwierig, solch zutiefst menschliches Verhalten aufzugeben. Dennoch brauchen wir Instinkte, das Leben ist schliesslich lebensgefährlich, es endet mit dem Tod.
 

Die Wende 

Irgendwann hat jeder die Nase voll vom Leiden und stellt die Frage nach dem Warum und dem Sinn darin. Mit der Sinnfrage beginnt das starke unbewusste Streben nach Licht, nach mehr Bewusstsein, nach dem Ende des Leids, auf die wir auch Antworten erhalten, denn wer sucht, der findet. Über den gewohnten Horizont hinauszublicken schafft mehr Raum im Leben, in dem wir uns besser entfalten können. Nach und nach werden grössere Zusammenhänge sichtbar. Wir erkennen, dass alles, was geschieht, uns zwar fordert, aber eben auch fördert und bewusster macht. Probleme und Krisen sind weder Strafe noch Störenfriede, die es zu eliminieren gilt, sondern Herausforderungen an denen wir wachsen und reifen. Sie belehren uns eines Besseren, wo unser unbewusstes Verhalten lebensschädigend statt -fördernd ist. In Krisenzeiten laufen wir zu Höchstform auf und wachsen über uns, beziehungsweise über den Teil von uns hinaus, der uns unbewusst beeinflusst, unsere Triebe und Instinkte. Wir ändern unser Verhalten und ernten angenehmere Konsequenzen, erschaffen uns ein liebens- und lebenswerteres Leben, das Vertrauen in die Lebensabsicht wächst. 
 

Die wertende Betrachtung 

„Wie kann Gott zulassen, dass so viel Schlimmes geschieht auf der Welt?“ fragen Sie? Sehen Sie, Gott besitzt für uns menschliche Attribute, damit wir uns das Unvorstellbare vorstellen können, aber Gott ist kein Mensch und wertet folglich nicht. Polarisieren liegt einzig in der Natur des menschlichen Denkens. Dieses bewertet alles als gut oder schlecht, hell oder dunkel, richtig, falsch etc., was durchaus sinnvoll ist. Denn, durch die Polarität erhalten wir die Möglichkeit der Selbsterkenntnis. Licht wird sichtbar durch Dunkelheit, Harmonie durch Disharmonie, der weibliche Pol durch den männlichen, das Leben braucht den Tod, um geschätzt werden zu können usw. In Krisenzeiten und Katastrophen wachsen Mitgefühl, Zusammengehörigkeitsgefühl, Anteilnahme, Wertschätzung fürs Leben usw. Wer einen Krieg erlebt hat, geht viel achtungsvoller mit dem Leben um. Übrigens werden auch Kriege zur Selbstverteidigung geführt, nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung. Niemand zettelt einen Krieg an, der sich nicht in irgendeiner Weise bedroht fühlt.

Dass es in Wahrheit wir selbst sind, die uns die Hölle heiss machen, darauf müssen wir erst kommen. Wie oft leiden wir allein aufgrund unserer Bewertung, verurteilen alles als negativ, als Schicksalsschläge, Strafe Gottes. Dabei ist das, was geschieht, oftmals lediglich Teil des natürlichen Werdens und Vergehens. Beispielsweise wenn Menschen sterben, die wir lieben. Wir verlieren im Laufe des Lebens immer wieder jemanden und schlussendlich auch unser Leben. Das ist der Lauf der Dinge.

Zugegeben, je unbewusster wir sind, umso grösser ist die Chance, „vom Schicksal gebeutelt zu werden“. Umso stärker wird die Seele erschüttert und die Erschütterungen wecken uns auf, machen uns wach, aufmerksam und bewusst. Wir sind schliesslich nicht auf der Welt, um die Zeit abzusitzen und sie abzufüllen, sondern zu erfüllen. Das verlangt einiges von uns. Hinter dem vermeintlichen „Schicksal“ stecken wiederum die Konsequenzen, die wir uns selbst, nicht aus Bosheit, sondern wie erwähnt aus Unbewusstheit, verursacht haben. Sogar hinter dem, was wir wider besseres Wissen absichtlich verursachen, steckt die - ebenfalls unbewusste - Absicht, Grenzen auszuloten, so wie es alle Kinder tun. Weil eben auch Grenzen nicht bewusst sind.
 

Die nicht wertende Betrachtung 

Durch die nicht wertenden „Augen Gottes“ betrachtet sieht die Welt ganz anders aus. Da gibt es kein Gut oder Böse, kein Richtig oder Falsch, lediglich unterschiedliche Wachheitsgrade sprich Bewusstseinsstufen. Der Mensch ist keine Fehlkonstruktion in diesen Augen, er ist ebenso Teil des Wunders namens Leben wie alles in der Natur. Er ist einesteils Instinkt getrieben, aber nicht nur, denn er kann mit seinem Bewusstsein in höhere Dimensionen des Daseins vorstossen und sich weiterentwickeln. Er kann erkennen, wenn er etwas falsch macht und daraus lernen. Als Menschen haben wir die Möglichkeit der Selbsterkenntnis und die Pflicht der Selbstverantwortung. Wir sind fähig zu Mitleid und Mitgefühl, auch das unterscheidet uns von anderen Lebensformen. Wer selbst gelitten hat, kann es anderen nachfühlen, der hat das dringende Bedürfnis, zu helfen und zu heilen. Und wir können dank dem freien Willen wählen, wer wir sein, wie wir uns verhalten, wie wir leben wollen.  

Die un- oder überpersönlichen „Augen Gottes“ verurteilen nicht, es sind mitfühlende Augen, die um Schmerz und Leid wissen, und wie lange und hart der Entwicklungsweg ist. Ebenso, dass Schmerz und Leid „Not wendend“ und heilsam sind. Diese Augen gehen den Dingen und Menschen auf den Grund, sie dringen vor bis zur Quelle allen Seins, zum Ursprung allen Lebens - und finden die Liebe, die auch Bewusstsein heisst. Sie erkennen, alles ist vom selben beseelt, stammt von der selben Quelle und kehrt zu ihr zurück - am Ende seiner Bewusstseinsentwicklung, die nicht pauschal, sondern individuell ist. Deshalb kann es auch keinen pauschalen Frieden geben auf der Welt. Die Erde ist ein Ort, wo viele Realitäten herrschen, so viele, wie es Wesen darauf gibt. Und jeder lebt in der Realität, die ihm und seiner Schwingung entspricht. Schwingung und Realität sind nichts Fixes, sie verändern sich mit jeder Erkenntnis, mit jedem Licht, das uns aufgeht. Es gibt hingegen Frieden in der persönlichen Welt, und der will hart erarbeitet werden, nur so können wir ihn auch schätzen.

Aus all diesen (Hinter-)Gründen plädiere ich - Mensch, unterwegs zum Bewusstsein, vieles falsch machend, aber lernwillig und wissbegierig - auf Freispruch für die Menschheit!

 
Text mit freundlicher Genehmigung des Spirit Rainbow Verlag, Aachen
siehe auch unter "schon gelesen?" den Titel: Philosophische Astrologie
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