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 Neurodermitis

von Katja Weidemann, Heilpraktikerin, Aachen

(atopische Dermatitis, atopisches Ekzem, endogenes Ekzem*)

Bei diesem Artikel möchte ich den Schwerpunkt nicht auf die Symptome und Ätiologie legen, sondern auf die Kombination von Behandlungsmethoden. Ich selbst bin Neurodermitistrainerin, Kinderkrankenschwester, Heilpraktikerin und Heilerin. Ich möchte ihnen von meinen Erfahrungswerten berichten. 
 
Durch meine Qualifikationen kann ich:
– schulmedizinisch den Patienten anleiten, schulen, unterstützen, begleiten und ihm erklären.
– im Sinne der Naturheilverfahren Körper entgiften und entsäuern, anschließend aufbauen und stärken.
– mittels Energiearbeit die Ursache auf seelischer Ebene an der Wurzel erkennen, und dadurch dem 
– Patienten Hilfestellung geben, sich selbst zu verstehen und anzunehmen.
 
Wichtig ist mir, dafür zu sorgen, dass sich die in den drei Bereichen ganz verschiedenen Ansätze/ Vorstellungen gegenseitig unterstützen, da alle dasselbe Ziel haben  – den Patienten bei seiner Genesung zu unterstützen und sein Leid zu lindern. Für den Betroffenen (die Eltern des betroffenen Kindes) ist die Krankheit ein immer wieder neu einkehrender Schock, wenn es einen erneuten Schub (d.h. Verschlechterung des Hautzustandes) gibt und die Haut „blüht“. Sie sind oft hilflos, ohnmächtig, ängstlich, verzweifelt und brauchen eine sehr fürsorgliche, liebevolle, kompetente und kontinuierlich begleitende Hilfestellung während des Heilungsprozesses.

Die Neurodermitis ist eine auf Erbanlagen bestehende, chronische Entzündung der Haut, die nicht ansteckend ist. Sie kann in verschieden starken Schüben verlaufen, mit Trockenheit der Haut oder starker Rötung derselben; Leitsymptom ist der Juckreiz. Die eigentliche Ursache ist bis heute nicht bekannt. Es besteht jedoch ein großer Zusammenhang der chronischen Hauterkrankung mit den seelischen Verarbeitungsprozessen des Patienten. Jegliche Emotion kann direkt einen Schub auslösen, die Haut ist Spiegelbild der Seele (für bewusste und unbewusste Konflikte) und reagiert bei Freude und bei Leid.

Bei manchen Kindern kann man schon kurz nach der Geburt mit geschultem Blick die doppelte Lidfalte (Dennie-Morgan Falte) und trockene Haut erkennen, und in Hinblick auf die bekannte Familienanamnese vorbeugende Maßnahmen treffen. Hier ist der Fachfrau bewusst, dass die diagnostizierte Krankheit den kleinen Patienten sein Leben lang begleiten wird. Normalerweise zeigt sich die Neurodermitis ab dem 3. Lebensmonat mit Kopfschorf und Hautveränderungen in Gesicht, Wange und Stirn. Später geht sie auf Rumpf und Extremitäten über. Wichtig ist jetzt, dass durch die Schulmedizin (die in der Regel das Kind als erstes sieht) eine kompetente Hilfestellung gewährleistet ist.

Die Eltern sollten jetzt in Form einer Neurodermitisschulung Aufklärung, Unterstützung und Hilfestellung erhalten, und nicht erst Jahre später. Diese Zeit wäre verloren. Die Eltern müssen lernen, mit der Krankheit umzugehen und sie anzunehmen – sie zu verstehen. Ihnen wird beigebracht das Kind zu pflegen und zu cremen, den Unterschied zwischen Heilsalbe und Pflegesalbe zu wissen und selbstständig anzuwenden. Weiter geht es mit Informationen bezüglich der Ernährung des Kindes, falls Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien die Neurodermitis begleiten – was aber nicht immer der Fall sein muss.

Wichtig ist den Teufelskreis von Juckreiz und Kratzen zu verstehen und anzunehmen, bzw. zu wissen, wie man sich dann helfen kann, um aus den Zwangsmechanismen auszusteigen. Hinzu kommt, dass die Kinder oft unter Schlafproblemen in Form von Ein- und Durchschlafstörungen leiden. Dies vergrößert zusätzlich zur Neurodermitis das Leiden. Auch hier kann professionelle Unterstützung durch z.B. eine Schrei- und Schlafberatung nach dem Konzept der Münchner Sprechstunde für Schreibabys erfolgen. In der Beratung bekommen Eltern grundlegende, meist nicht allgemein bekannte Informationen über einen gesunden Kinderschlaf, um einschätzen zu können, was sie ihrem Kind zumuten können.

Sehr oft leiden Kinder mit Neurodermitis neben Einschlafproblemen auch unter Schlafstörungen, da die Kinder nachts im Traum ihre Eindrücke verarbeiten. Sie sind unruhig, schwitzen zeitweise, was wiederum Auslöser für erneuten Juckreiz der Haut sein kann. Die Kinder befinden sich dann oft in einem Teufelskreis zwischen Juckreiz und Kratzen, den man unbedingt unterbrechen sollte, damit das Kind (und vor allem auch die Mutter) Schlaf findet. Der Juckreiz der Haut fordert das Kind auch im Schlaf heraus zu kratzen, teilweise passiert das auch unbewusst. Deswegen ist es ratsam, den Kindern besondere Neurodermitis-Schlafanzüge mit Fäustlingen oder Baumwollhandschuhe anzuziehen, bzw. die Fingernägel sehr kurz zu schneiden. Durch das Kratzen wird der Juckreiz der Haut aber nur kurz gemildert. Vielmehr ruft das Kratzen eine Rötung der Haut mit verstärkter Empfindlichkeit hervor. Dadurch bildet sich ein Übermaß an Histamin (Juckpulver) das von den Mastzellen in der Haut gebildet wird. Dies löst den Juckreiz wiederum vermehrt aus: Juckreiz-Kratzen-Juckreiz.

Durch das tiefe Kratzen kommt es oft zu Verletzungen auch der unteren Hautschicht, so dass die Haut blutet und nässt, und das wiederum schmerzt! Dies lässt das Kind nicht schlafen. Neurodermitiker müssen kratzen und so kratzt das Kind solange bis die Haut blutet und schmerzt. Das können die Kinder dann besser aushalten als den quälenden Juckreiz, der sie fast wahnsinnig macht. Aus diesem Grund sollte man Neurodermitikern nie das Kratzen verbieten (denken wir mal darüber nach, wie schlimm es ist, wenn man einen Mückenstich hat!). Wichtig ist es, für die Kinder die Auslöser zu reduzieren und Stress zu vermeiden, damit das Kind Frieden und Ruhe findet und sich erholen kann. Denn wichtig ist für das Kind ein erholsamer Schlaf!
 
Zusätzlich lernen die Eltern bei der Neurodermitisschulung  mit dem Stress, der durch die Krankheit bei ihnen entsteht, umzugehen. Psychologische Ansätze finden wir in einer Familientherapie. Sinnvoll wäre es auch, je nach Stärke des Krankheitsbildes, eine Kind-/Mutter-Kur durchzuführen, da der Klimawechsel einen positiven Verlauf der Krankheit gewährleistet und auch Schübe abmildern kann. Aus schulmedizinischer Sicht wären fast alle Behandlungsmöglichkeiten des Körpers damit beschrieben.

Werfen wir jetzt einen Blick auf die Haut. Sie ist grundsätzlich ein Ausscheidungsorgan für Giftstoffe und Säuren, wie auch Leber, Niere und Darm. Da die Funktion der Haut bei der Neurodermitis gestört ist, sollte man hier auf jeden Fall unterstützende Maßnahmen ergreifen, um belastende Stoffe im Körper abzubauen. Bei den Naturheilverfahren liegt genau dort der Schwerpunkt: Giftstoffe werden ausgeleitet, die Übersäuerung des Körpers wird neutralisiert. Dazu wird der Stoffwechsel des Körpers stärker aktiviert und im Ergebnis der Körper aufgebaut und gekräftigt.

Manchmal sind die Eltern der Kinder oder der Patient schon offen für Alternativmethoden. (Oft müssen sie aber erst einen langen Leidensweg gehen, um sich für Alternativmethoden zu öffnen.) Während des Beginns der Behandlung erfahren die Patienten häufig eine sog. Erstverschlimmerung der Haut durch die Entgiftung, da der Heilprozess von innen nach außen verläuft und die Haut reagiert. Das macht dann dem Patienten bzw. den Eltern Angst – sollte die Haut doch besser werden und nicht schlimmer! Manchmal wird dann die Behandlung aus einer Mischung von Angst und Missverständnis abgebrochen, verbunden mit dem Gefühl: die Methode war schlecht, hat nichts gebracht, da gehen wir nicht mehr hin.

Hier ist dann die Heilpraktikerin gefordert, die notwendige unterstützende, begleitende Hilfestellung zu leisten. Oft genügt es, für den Patienten da zu sein. Zum Verständnis der Behandlung ist es jetzt wichtig zu wissen, dass die Entgiftungsphase läuft und die Haut „blüht“, da jetzt nicht die Symptome behandelt werden, sondern die Ursache.

Unterstützend schlage ich folgende Methoden der Naturheilverfahren vor:
    homöopathisch wird versucht, den Patienten individuell zu behandeln und seine Konstitution ganzheitlich zu erfassen
    bei der Symbioselenkung werden der Darm und die Leber unterstützt
    das Elektrolysefußbad unterstützt die Entgiftung und Entsäuerung (eine einfache, effektive, zeitsparende, wirkungsvolle Behandlung)
    die Orthomolekularmedizin unterstützt mit Omega-3-Fettsäuren, Spurenelementen und Mineralien den Heilungsprozess (wechselnde hochwertige Öle, Vit. E-reich, alle 4 Wochen wechseln)
    eine Fußreflexzonenmassage gleicht die Meridiane aus und harmonisiert den Energiefluss im Körper
    mittels Phytotherapie können mit ihren Wirkstoffen bei nässenden Ekzemen und starkem Juckreiz und mit Umschlägen gute Erfolge erzielt werden
    Bachblüten unterstützen den Gemütszustand des Patienten
    Meditation und Autogenes Training tragen zur Herabsetzung der inneren Spannungen des Patienten bei
    Psychotherapie.


Letztendlich wird uns immer wieder gezeigt, wie anspruchsvoll und individuell die Behandlung der Neurodermitis ist, und wie wichtig es auch ist, sich den Bedürfnissen der Patienten anzupassen.
 
Die Haut hat eine Schutzfunktion – sie schützt unseren Körper vor dem Eindringen fremder Substanzen. Sie steht im energetischen Sinne auch für unsere Individualität, d.h. sie schützt unser wahres Ich.

Die Haut ist Spiegelbild der Seele, wenn die Haut sich verändert, sollte man unbedingt auf die Seele schauen. Im übertragenen Sinne ist die Neurodermitis ein Schrei der Seele, der verlangt, nach innen zu schauen um die Seele zu heilen – und damit auch die Haut. Durch die Energiearbeit kann man jetzt positiv auf die Seele einwirken. Auch hier gibt es verschiedene Ebenen, auf denen man arbeiten kann. Bei kleinen Kindern kann man gut über die Mutter am Kind arbeiten, wenn diese für die Methode offen ist.


Energiearbeit kann geleistet werden durch:

    Reinigung der Chakren, Energiekörper mit gleichzeitiger Harmonisierung und Auffüllen der Energie des Körpers, des Geistes und der Seele.
    Familienaufstellung nach Hellinger, um zu schauen, für wen und was die Neurodermitis steht.
    Ablösung nach Phyllis Krystal, um alte (negativ wirkende) Verhaltensmuster zu lösen.
    Advanced Releasing, um alte Glaubensansätze, denen man viel Gewicht verleiht und die dann unser Leben bestimmen, im Unterbewusstsein abzulösen, um frei zu werden – innen und außen.
 
Abschließend ist zu sagen, wie spannend es ist, sich auf den Weg zu machen, auf den Weg aus der Neurodermitis, auf den Weg zu sich –  mit der Option, Heilung auf mehreren Ebenen zu erfahren.

 

*Quelle der Wortbedeutungen:
Pschyrembel Klinisches Wörterbuch, de Gryter Verlag
atopische (= gr. ungewöhnlich, seltsam) Dermatitis (= entzündliche Hautreaktion), atopisches Ekzem (= gr. Wortteil mit der Bedeutung aufschwellen, aufkochen), endogenes (= im Körper selbst entstanden – im Gegesatz zu erworben) Ekzem
 

 

Sie finden unter www.katja-weidemann.de eine Geschichte für Kinder,
die an „Asthma und Neurodermitis©“ leiden, für den privaten Gebrauch zum Ausdrucken.
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