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Feng Shui – das ist doch ganz einfach?!

von Susanne Knorr, Feng-Shui-Beratung, Erkelenz


Bagua-Feng-Shui

Ein schneller Blick durch das Wohnzimmer der Kundin und die prompte Anweisung eines Feng-Shui-Beraters lautet: „Kein Wunder, dass Sie immer zwischen zwei Männern stehen und sich nicht entscheiden können: Sie haben ja in der Partnerschaftsecke alles in Dreier-Gruppen dekoriert! Da ordnen Sie jetzt alles paarweise an und dann klappt es auch mit der Partnersuche.“

Ein schneller Griff in die Zimmer-Dekoration, ein Kristall hier und ein Fächer da, so einfach ist Feng Shui nicht. Der Einsatz von Symbolen kann sehr wohl hilfreich sein, um etwas in seinem Leben zu verändern. Doch diese Methode ist dann eben symbolische Arbeit zur Aktivierung des Unbewussten und nicht Feng Shui.
Die Verbindung zwischen Feng Shui und dem Unbewussten hat sich hier erst vor ca. 100 Jahren durchgesetzt, als Psychologen wie Freud und C. G. Jung einen Zusammenhang zwischen seelischem  Befinden und dem Haus als der dritten Hülle des Menschen (neben der Haut und der Kleidung) formulierten. Neu war diese Erkenntnis allerdings nicht. Diese Interpretation begegnet uns zum Beispiel auch in der Traumdeutung und im Tarot.
Bei der Verbreitung des (3-Türen-)Bagua mit den acht Lebensbereichen (Hilfreiche Freunde, Ruhm, Kinder, Partnerschaft usw.)  wurde ein Trend genutzt. Ursprünglich waren das Loshu oder Bagua eine Darstellungsform für die Zusammenhänge der Phänomene in der Welt. Es orientierte sich an den Himmelsrichtungen und verband Zahlen, Jahreszeiten, Farben, Elemente, Familienmitglieder, Organe, Lebensbereiche und viele Energien und Qualitäten mehr miteinander. Diese reine Darstellungsform wurde zu einer Anwendungs-Methode erhoben, um die Lebensbereiche auf einen Grundriss eines Hauses, einer Wohnung oder gar eines Zimmers oder eines Schreibtisches zu übertragen. Wer sich jemals damit beschäftigt hat, weiß, wie schnell man an die Grenzen dieser Methode stößt:
Die Einteilung der verschiedenen Energien in Kästchen widerspricht bereits allen Vorstellungen davon, dass sich Chi (Energie) fließend und harmonisch, wellenartig und ineinander übergehend bewegt. Sie prallt eben nicht an geraden, rechtwinkligen Linien aufeinander. Es wird empfohlen, das Bagua in jeder Etage des Hauses dort anzulegen, wo man die Etage erstmals durch eine Tür oder über die Treppe betritt. Je nach Zuschnitt des Hauses hat das die Konsequenz, dass das Bagua gedreht werden muss und somit in den verschiedenen Etagen für ein Lebensthema unterschiedliche „Ecken“ zuständig sind. Legt man nun das Bagua auf ein einzelnes Zimmer überschneiden sich mehrere Bereiche. Es stellt sich die Frage, welchen Bereich man denn nun aktiviert: den der Etage oder den des Zimmers?
Besonders kritisch wird es bei der Betrachtung der so genannten Erweiterungen oder Fehlbereiche. Eine Erweiterung soll ein echter Glücksfall sein, während ein Fehlbereich - wie schrecklich - signalisiert, dass in dem Lebensthema Defizite auszugleichen sind. Ein Fehlbereich im Thema Finanzen? Die Diagnose: Dann können Sie sich abstrampeln wie Sie wollen, Sie werden nie auf einen grünen Zweig kommen. Aber auch hier kann ich nur noch einmal wiederholen: so einfach ist Feng Shui nicht. Feng Shui nutzt unter anderem die Energien aus den Himmelsrichtungen. Wenn Sie das 3-Türen-Bagua nun am Grundriss ausrichten und die Zuordnung der Energien zu den Himmelsrichtungen außer Acht lassen, werden Sie folgendes feststellen: Je nach Ausrichtung der Häuser nach den Himmelsrichtungen werden plötzlich ein und derselben Himmelsrichtung unterschiedliche Bereiche zugeschrieben. Wie kann denn eine Himmelsrichtung unterschiedliche Themen bedienen, nur weil das Haus anders gebaut ist? Wenn das stimmt, wäre das komplette logische Gerüst der Verbundenheit aller Dinge in Frage gestellt.


Was bleibt nun als Fazit bei all diesen Ungereimtheiten des Bagua-Feng-Shuis?

Dem Unbewussten ist es egal, in welcher „Ecke“ der Wohnung oder des Hauses sie es aktivieren. Wenn Sie also für ein Lebensthema ein Symbol gefunden haben, das Ihnen gefällt, das zu Ihrem Einrichtungsstil passt und das Sie an Ihren Vorsatz, Ihr Ziel erinnert: installieren Sie es dort, wo es Ihnen nützlich erscheint, wo sie es oft oder zur rechten Gelegenheit sehen, wo es Ihnen gefällt. Sie brauchen sich nicht nach imaginären Bereichen zu orientieren und es sich unnötig schwer machen. Übrigens: Wenn Sie in China jemanden auf das 3-Türen-Bagua ansprechen, wird man Sie fragend ansehen. Die Methode ist dort unbekannt. Bei der Anwendung einer anderen Methode sieht es da schon anders aus:


Himmelsrichtungs-Bagua

Hier werden die Lebensthemen und all die anderen damit zusammenhängenden Phänomene Himmelsrichtungen zugeordnet. Die Energien werden nicht in Quadraten angeordnet. Man geht davon aus, dass die Energien aus den acht Haupt-Himmels- richtungen (Norden, Nordosten, Osten, Südosten etc.) gleichmäßig auf einen Punkt einwirken. Man kann sich das vorstellen wie die Anordnung von Tortenstücken. Es gibt keine Fehlbereiche. Bei dieser Heran- gehensweise werden die traditionellen Entsprechungen zwischen Himmelsrichtungen und Lebensbereichen berücksichtigt. Aber bitte bedenken Sie, dass sich auch bei dieser Methode viel mehr hinter den Lebensbereichen versteckt als die bloßen Stichworte Reichtum, Wissen, Gesundheit, Karriere und so weiter. Wenn Sie also symbolisch arbeiten möchten und dies mit der Raumgestaltung und Feng-Shui-Elementen des Bagua kombinieren wollen, empfiehlt es sich, sich an den Himmelsrichtungen zu orientieren.   

Intuitives Feng Shui

„Spüren Sie doch mal rein …“ Ganz klar: Feng Shui hat auch mit dem Bauchgefühl zu tun. Menschen, die einen guten Kontakt zu sich und ihren Bedürfnissen und Vorlieben haben, machen viele Dinge bei der Gestaltung ihrer Umgebung intuitiv richtig. Das stellt sich in meiner Beratungspraxis und in den Workshops immer wieder heraus. Vor allem bei der farblichen Gestaltung sind das eigene Wohlbefinden und der eigene Geschmack gute Ratgeber. Und bei der näheren Bestimmung des eigenen Elementes stellt sich dann heraus, warum die Menschen bestimmte Farben bevorzugen oder nicht mögen: Die bevorzugten Farben entsprechen meist dem eigenen Element oder dem Element, das das eigene unterstützt. Die Farben, die wir nicht mögen, gehören oft dem Element an, an das wir Energie abgeben – und wer will das schon? Anders sieht es bei Menschen aus, die schwer zur Ruhe kommen und mit einem hohen Energiepotenzial ausgestattet sind: Sie umgeben sich gerne mit dem Element, das ihnen Energie abzieht. So können sie das Übermaß von Yang-Energie abbauen und ihren Energie-Pegel ausgleichen. Ähnliches Gespür lässt sich auch bei der Auswahl des Lieblingssessels oder der Position für das Bett und den Schreibtisch beobachten. Aus dem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit heraus   wählen Menschen einen Platz, der dem Feng-Shui-Prinzip der „vier Tiere“ oder dem „Lehnstuhl-Prinzip“ (geschützter Rücken, Unterstützung auf der rechten und linken Seite, freier Blick nach vorne) entspricht. Auch Kinder haben einen ungetrübten Blick für das, was ihnen gut tut. Kennen Sie das auch? Kinder, die lieber im elterlichen Bett schlafen als im eigenen? Oder Kinder, die sich im Laufe der Nacht im Bett regelmäßig herumdrehen und mit dem Kopf am Fußende aufwachen? Neben vielen anderen Erklärungsmöglichkeiten stellt sich bei der Feng-Shui-Beratung oftmals heraus, dass die Kinder intuitiv die Stelle suchen, die für sie die beste Energie liefert. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass das liebevolle elterliche Bemühen um eine schöne Kinderzimmer-Gestaltung nicht automatisch den Bedürfnissen der Kinder entsprechen muss. Es ist immer nützlich zu wissen, in welchem Element das Kind geboren ist. So lässt sich eher eine Aussage darüber treffen, welche Farben und Materialien dem Kind gut tun. Das heißt: wenn Sie ein gutes Gefühl dafür haben, welche Farben, Formen und Materialien Ihnen gefallen und Sie unterstützen, sollten Sie Ihrer Intuition in dieser Hinsicht vertrauen. Allerdings, Sie ahnen es schon: So einfach ist Feng Shui nicht.    
Intuitives Feng Shui kann kaum eine verlässliche Aussage darüber treffen, wie die Energie-Kombinationen aus den Himmelsrichtungen optimal für die Bewohner eines Hauses und ihre individuellen Tätigkeiten genutzt werden können. Ebenso wenig berücksichtigt es den Einfluss der Landschaft auf den Energiefluss oder den zeitlichen Aspekt von Feng Shui. Die Energie-Kombinationen, die sich in den einzelnen Räumen manifestieren, sind nämlich vom Datum des Hausbaus bzw. von Umbaumaßnahmen abhängig. Diese Dinge werden beim klassischen Feng Shui berücksichtigt. 


Klassisches Feng Shui

Das Herzstück beim klassischen Feng Shui sind die „Fliegenden Sterne“. Sie sind die „höhere Mathematik“ des Feng Shui und benennen die Qualität der Energie- Kombinationen in den Räumen. Diese haben spezielle Aufgaben und Zuständigkeiten und können durch gezielte Maßnahmen für die Menschen nutzbar gemacht werden. So sind die Energien für bestimmte Berufe besonders nützlich.
Hier einige Beispiele:
Metall wird seit Alters her für die Herstellung von Waffen und Messern verwendet. Dieses zerstörerische Moment beinhaltet auch die Metall-Energie, die der Zahl 7, der Himmelsrichtung Westen und – neben anderen Dingen – der Energie der dritten Tochter zugeordnet wird. Zerstörung mutet zwar im ersten Moment negativ an, doch ein zweiter Blick lohnt sich: Diese Energie ist gut geeignet, um Ärzte (insbesondere Chirurgen) zu unterstützen. Sie nutzen die zerstörerische Wirkung von Metall, um Kranke zu heilen. Diese Eigenschaft lässt sich auf alle Berufe übertragen, die etwas zerstören, um die Dinge zu verbessern: Heilpraktiker, Therapeuten, Feng-Shui-Berater und alle anderen beratenden Beruf, die im weitesten Sinne Disharmonien, Konflikte, Streitigkeiten u. ä. „zerstören“, um wieder Gesundheit und Harmonie herzustellen.
Der Holzenergie (Zahl 3, Himmelsrichtung Osten, erster Sohn) wird nachgesagt, dass sie besonders gut zum Geld verdienen genutzt werden kann. Stellen Sie sich vor, wie ein starker Baum im Wald es schafft, sich im Kampf um Wasser und Licht gegen die umstehenden Bäume durchzusetzen. Es wird größer und größer und nimmt den anderen Bäumen die „Marktanteile“ fort. Diese Wachstums-Energie lässt sich für die Geld-Vermehrung einsetzen, insbesondere für Makler, Bankangestellte und den Einzelhandel.
Die Holzenergie (Zahl 4, Himmelsrichtung Südosten, erste Tochter) hingegen ist besonders nützlich für kreative, künstlerische oder schriftstellerische Berufe. Sie entspricht der Energie der ersten Tochter. Im alten China sollte sie gut verheiratet werden. Dabei war es von Vorteil, wenn sie attraktiv und künstlerisch begabt war.
Wenn dies auch heute nicht mehr unserem Gesellschaftsbild von Frau und Mann entspricht, so gelten diese Grundsätze für das Funktionieren der Energien weiterhin. Das ist eine gute Energie für Musiker, Schriftsteller, Journalisten, bildende Künstler.
In dieser Art und Weise werden beim Klassischen Feng Shui die Energien einzeln und in Kombination miteinander definiert. Wenn klar ist, wo sie sich im Raum befinden, können sie von den Bewohnern entsprechend gelenkt und für ihre Zwecke genutzt werden. Natürlich können auch Konflikte zwischen den Energien und den Elementen der Hausbewohner auftreten. Diese werden durch harmonisierende Maßnahmen ausgeglichen. Das geschieht durch den Einsatz von Farben, das Umstellen von Möbeln oder die bewusste Lenkung der Energien an einen geeigneten Platz.

Das ist ein kleiner Einblick in Feng Shui im traditionellen Sinn, und das ist gar nicht so einfach …
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