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Wer oder was ist denn nun erleuchtet?

In der spirituellen Szene ist man mindestens „eingeweiht“, wenn nicht sogar „erleuchtet“. Wer so was von sich nicht behauptet, hat schon fast keinen Zugriff auf die Geheimnisse des Lebens, so scheint mir.

Ich habe schon etwas gegrübelt, als ich ganz naiv gefragt wurde, ob ich denn eingeweiht sei. Es dauerte einige Minuten, bis ich dann doch nach bestem Gewissen antwortete, dass ich nicht eingeweiht wurde. Erleuchtet wurde ich zu dem Zeitpunkt ganz profan von meiner Schreibtischlampe. Nach der Antwort kam dann ein etwas bestürztes Schweigen, wohl gepaart mit etwas Mitleid, so schien mir. Dabei fühlte ich mich gar nicht benachteiligt vom Schicksal. Es ist einfach noch nicht die Zeit, dass ich „erleuchtet“ werde, so es mir bestimmt ist. Abgesehen natürlich von der Schreibtischlampe. Gut Ding braucht Weile. Und so betrachte ich meinen Pfad zur Erleuchtung als spirituelles Abenteuer, das mich immer wieder überrascht und in Wundern und Zweifeln verharren lässt.

Aber woher weiß ein Erleuchteter, dass er erleuchtet ist (abgesehen davon, dass er den Schalter der Lampe betätigt)? Gibt es Erleuchtete, die gar nicht danach erscheinen? Ich gehe fast davon aus. Nicht immer muss so ein Erleuchteter im Mittelpunkt des öffentlichen Inter-esses stehen und in teure Tücher gehüllt sein. Und dann stell ich mir wirklich die Frage, ob es grundsätzlich automatisch mit der Ernennung und Erhebung in ein hohes spirituelles Amt einhergeht, dass die Erleuchtung quasi mitgeliefert wird. All inclusive? Dabei bin ich überzeugt, dass manche Päpste der Geschichte von der Erleuchtung meilenweit entfernt waren und höchstens als gute Politiker durchgingen. Und dann waren da noch diese Päpste, die ein eher lockeres Leben mit einigen doch eher zweifelhaften Lebensphilosophien verfolgten. Es wurden Kriege und Morde im Auftrag dieser Päpsten geführt! Also ist mit dem Amtsantritt nicht unbedingt auch die Erleuchtung da. Das beruhigt zumindest etwas und lässt die Hoffnung aufkommen, dass auch ganz normale Menschen wie du und ich von der Erleuchtung nicht unbedingt ausgeschlossen werden. Ein Erleuchteter kann demnach also auch der Frittenverkäufer an der Straßenecke sein, wenn er uns mit seiner Art den Tag liebevoll bereichert.

Ich frage mich, ob es DEN Pfad der Erleuchtung gibt oder ob es verschiedene Wege gibt, zu so etwas wie der Erleuchtung zu kommen. Gibt es EINEN zertifizierten, anerkannten und nach DIN-Norm definierten Pfad der Erleuchtung oder gibt es derer so viele, wie es Variationen im Universum zum Thema Leben gibt – oder zumindest wie hier auf unserer guten, alten Erde? Kann man in völliger Askese vom Leben erleuchtet werden oder ist es gerade das Leben, das uns dazu antreibt, dieser Erleuchtung entgegen zu streben? Mit all den kleinen und großen Krisen, den glücklichen Momenten wie z.B. einem farbenfrohen Sonnenuntergang. In solchen Momenten fühle ich mich dem Himmel nah und meine einen kleinen Eindruck von Erleuchtung zu spüren. Und dann kommen wieder so Tage, da wühle ich mich durch die Routine des Tages und Erleuchtung ist ein Fremdwort.

Kann es sein, dass ich zum Beispiel während ich mal wieder zeitvergessen den Pinsel zum künstlerischen Schaffen schwinge, so etwas wie Erleuchtung erfahre? Ich beob-achte zumindest immer wieder fasziniert, wie am Samstag Abend der Künstler Bob Ross in nicht einmal einer halben Stunde aus scheinbar nichts eine wunderbare Landschaft auf die Leinwand bannt und dazu herzerfrischende Beschreibungen seines Tuns von sich gibt. Leider ist dieser gute Mensch schon vor gut 10 Jahren verstorben. Aber er hinterlässt immer noch ein Werk, das ich mit positivem Denken in der Praxis bezeichnen möchte. Er hat jeden dazu ermutigt, es ihm gleich zu tun, und die Ehrfurcht und vielleicht Angst vor Ölfarbe, Pinsel und Leinwand abzulegen, und die Art die Welt zu sehen, in eigenen Motiven festzuhalten. Ist so ein Mensch, um nicht zu sagen Künstler, nicht auch so etwas wie erleuchtet? War sein Weg dazu eine Kunst zu entwickeln die es jedem ermöglicht, sich so zu betätigen und sich den Mitmenschen mitzuteilen, eine Art des Pfades zur Erleuchtung? Das eröffnet natürlich die Frage, ob auch jeder Künstler ein Erleuchteter sein kann oder wird? Na ja. Belassen wir es mal nur bei der Frage und grübeln beim nächsten Museumsbesuch darüber weiter.

Im Grunde finden wir eine Anleitung zur Erleuchtung und damit auch in etwa zum Glücklichsein in der guten, alten Bibel. Die tollen 10 Gebote, die jeder all zu gern nur verdrängt, weil sie ihm gerade nicht in den Kram passen. Ich muss zugeben, ich kann sie auch nicht auswendig. Aber eigentlich hat es später Jesus noch mal auf den Punkt gebracht: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Es gibt noch unzählige Weisheiten, die in dieselbe Kerbe hauen und von unterschiedlichen Kulturen hervor gebracht wurden. Jemanden zu lieben, obwohl er Macken hat, obwohl er zu Fehlern neigt, dass sich einem die Haare sträuben, ist eine der größten mentalen Herausforderungen, die man sich vorstellen kann. Denn jemanden zu lieben, weil er so liebenswert, so schön, gebildet usw. ist, ist einfach. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Noch immer ist es vielen nicht möglich, seinen Mitmenschen vorbehaltlos Zuneigung entgegen zu bringen. Da wird lieber noch mal gezofft, ein Attentat verübt, weil der da eine andere Gesinnung übt. Nur wenige können sich wirklich von solchen Neigungen frei machen und sagen: Und dennoch finde ich auch diesen Menschen wertvoll, kann ich ihn respektieren, auch wenn ich seine Einstellung nicht unbedingt teile. Nun, ich denke, auch ich bin noch Lichtjahre von der Erleuchtung entfernt, denn ich ertappe mich immer wieder, dass ich meinem „Lieblingsnachbarn“ mit Argwohn hinterher sehe, weil sein Verhalten unter aller Kanone ist. Aber: Ich ertappe mich wenigstens dabei! Und dann ermahne ich mich im Stillen es künftig zu lassen. Viele können noch nicht mal das. Also gibt es immer noch Hoffnung auf Erleuchtung. Auch wenn es erst mal nur meine Schreibtischlampe ist. Aber ab und zu blitzt da schon mal was durch, in einem kurzen, unerwarteten Moment, wenn ich an nichts dergleichen denke, dann kommen kleine wunderschöne Zeichen, dass da einer doch eine kleine Taschenlampe der Erleuchtung für mich zumindest reserviert hat …

Und dann frage ich mich noch, was ist eigentlich Erleuchtung? Ist Erleuchtung Lebensweisheit? Ist es ein Bewusstseins-Zustand, der wenn einmal erreicht, ständig in einem lodert, oder sind es kurze Momente, in denen sich Erkenntnisse auf unbeschreibliche Weise ins Bewusstsein drängen und die eigene Einstellung quasi über Nacht umkrempeln? Ist es die Erkenntnis von universellen Zusammenhängen, wie die Welt tickt und welche Forderungen dieses an uns stellt, wollen wir daraus positiv hervor gehen? Ist es wie in manchen fernöstlichen Philosophien angestrebt, die Überwindung aller Schwächen, Charakterfehler und sogar mancher zugegeben angenehmer Gefühlszustände? Sich befreien von inneren Zwängen und Abhängigkeiten von Gefühlsverstrickungen, die sich nur allzu gern in einem mit der Zeit aufbauen und einen fast immer wieder auf die gleiche Art und Weise handeln lassen, und dann fragt man sich immer wieder: Warum passiert mir so was ständig? Stets treffe ich auf unfreundliche Kollegen, ständig verstricke ich mich in bittersüße Liebesgeschichten, die objektiv betrachtet genauso chancenreich auf Rettung sind, wie die Titanic im Eismeer. Bin ich immer nur dann glücklich, wenn mein Angebeteter mit mir Arm umschlungen ruht und mit mir seine Zeit verbringt und mir jeden Wunsch von den Augen liest? Und zack knallt es wieder. Ist es da schon ein gutes Stück näher zur Erleuchtung, wenn ich all diese merkwürdigen Muster erkenne und sie nach und nach versuche abzulegen, sie gegen andere, bessere eintausche? Und siehe da, plötzlich lächeln mich die Kollegen morgens im Büro an, wenn ich noch halb schlaftrunken einen guten Morgen wünsche und ich verstricke mich nicht mehr in mehrere Liebesgeschichten gleichzeitig, weil es mir schwer fällt, mich aus Gewohnheiten oder überlebten Verhaltensmustern zu lösen.

Mein Gemüt findet auf einmal eine Klarheit, dass die Kristallgläser milchtrüb vor Neid werden müssten. Eine Liebe gleichzeitig, und wenn die nicht zu retten ist, dann komm ich erst mal zur Ruhe, um daraus zu lernen, und dann eine vielleicht neue Beziehung aufbauen zu können (vielleicht aus der alten sogar!), die nicht mehr Opfer dieser Fehler wird. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, ob das schon in die Kategorie „Erleuchtung“ fällt. Aber es ist der Entwicklung nicht abträglich. So viel lenkt uns ab, dass wir den Weg zum Ziel oft aus den Augen verlieren und so kann schon ein bisschen mehr Klarheit im Gemüt und in den Gedanken ein Ansatz dazu sein, dass man den nächsten Wegweiser zur Erleuchtung nicht verpasst. Also, was ist Erleuchtung?? Man kann die Erleuchtung nicht auf der Akademie erlernen und mit einem Erleuchtungs-Diplom Eindruck machen. Vielmehr scheint sie eine Art Geisteshaltung zu sein, die sich durch die Entwicklung eines Menschen manifestiert. Vorausgesetzt, die Entwicklung lief, wie es so schön in spirituellen Kreisen heißt, „lichtvoll“. Also voll des Lichtes.

Dabei meine ich jetzt nicht das Licht der Schreibtischlampe. Aber wessen Licht erleuchtet da den Erleuchteten? Wie ich so überlege (und da noch nicht erleuchtet) versuche ich mir vorzustellen woher dieses Licht kommen könnte.

Ohne darauf zu bestehen, dass es der Weisheit letzter, ultimativer Schluss ist, würde ich sagen, es könnte mit dem liebevollen Licht der schöpferischen Kraft, die alles durchdringt, bezeichnet werden. Diese Kraft, die die Fortentwicklung und das Wohl jedes einzelnen ohne Schaden für ihn und andere zum Ziel hat.

Daneben gibt es noch eine Kraft, die den Lichtbringer im Namen führt und ziemlich umstrittene Ziele verfolgt. Sie ist ein Künstler der Verführung und beherrscht die Täuschung mit Bravour, so dass viele, die sich „erleuchtet“ wähnen, eher Opfer dieser Täuschung oder Verblendung geworden sind, ohne sich dessen je bewusst zu sein. Diese Kraft bedient sich schon mal der typischen stilistischen Mittel der anderen Seite, um den Suchenden in seinen Bann zu ziehen und ihn auf einen Weg zu führen, der schleichend aber stetig ganz fatale Entwicklungen mit sich bringt. Dann, sollte unser Suchender es dann erkennen, wird die „Läuterung“ von dieser Täuschung umso schwerer, anstrengender, sich davon zu lösen und eine Wendung zum Wohl einzuschlagen. Der Unterschied zwischen Erleuchtung und Verblendung ist ziemlich schwer zu erkennen. Selbst „Eingeweihte“ können sich hier einmal irren. Ein roter Faden für diesen Pfad der Erleuchtung scheint wohl das Thema der Liebe ohne Schaden oder Vorbehalt für oder gegen andere und sich selbst. Es ist wohl eine beständige Selbstprüfung eines jeden in seinen Ambitionen und Einstellungen, um sich ständig zu seinem Vorteil weiter zu entwickeln. Eine nicht zu unterschätzende Verantwortung gegenüber sich selbst und anderen, die ernst zu nehmen ist. Nach so viel Ernsthaftigkeit hierzu sollte dennoch nicht vergessen werden, dass nicht zuletzt dieser Weg ein heiterer, fröhlicher Weg sein kann. Wie gesagt, es sind der Möglichkeiten viele, wie es unterschiedliche Menschen gibt.

Ich wünsche uns, dass wir uns der verführerischen Täuschung entziehen können und stark und einsichtig genug sind, den für unser Wohl und zu unserem Besten förderlichen Weg einzuschlagen.

Luise Asakura

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